Zweifelsfrei – Ein Theaterstück von Jochen Thielmann

Das vorliegende Stück spielt ausschließlich in einem Beratungszimmer eines deutschen Landgerichts. Die Schwurgerichtskammer, die aus drei Berufsrichtern und zwei Schöffen besteht, muss den Fall eines jungen Mannes entscheiden, dem vorgeworfen wird, seinen erst wenige Monate alten Säugling zu Tode geschüttelt zu haben. Während der erste Akt den Ablauf im Beratungszimmer am ersten Hauptverhandlungstag zeigt, findet im zweiten Akt eine Zwischenberatung und im dritten Akt die Schlussberatung statt. Am Ende der Wahrheitssuche steht eine Entscheidung des Gerichts, die nicht alle Mitglieder der Kammer zufrieden stellt.

Mitglieder der Schwurgerichtskammer

Vorsitzender

Vorsitzender Richter am Landgericht Wilhelm Rose:

Ende 50, als Schwurgerichtsvorsitzender der wichtigste Strafrichter des Landgerichtsbezirks, selbstbewusst bis zur Überheblichkeit, in Justizkreisen als „harter Hund“ bekannt.

Berichterstatter

Richter am Landgericht Dr. Tobias Rauchhaupt:

Anfang 40, seit schon einige Jahre Beisitzer in der Schwurgerichtskammer, war bereits zur Erprobung beim Oberlandesgericht, ambitioniert, zumindest einmal die Nachfolge des Vorsitzenden anzutreten.

Beisitzerin

Richterin Heike Scheck:

Mitte 30, erst vor kurzem in die Strafkammer gewechselt, vorher Strafrichterin beim Amtsgericht und in einer Zivilkammer, wissbegierig und zurückhaltend, jedoch selbstbewusst genug, um ihre eigene Meinung zu vertreten.

Schöffe

Rentner Heinz Georg Assauer:

Mitte 60, schon in der zweiten Wahlperiode als Schöffe tätig; zuvor beim Jugendschöffengericht bei einem auswärtigen Amtsgericht, freundlich zu allen, will aber vor allem nichts falsch machen.

Schöffin

Angestellte Frida Schmidt:

Anfang 30, zum ersten Mal als Schöffin tätig, ein kritischer Geist und Mutter von zwei Kindern.

Weitere Verfahrensbeteiligte

Verteidiger

Rechtsanwalt Zimmermann:

Anfang 50, beliebter Rechtsanwalt, außerordentlich höflich und freundlich gegenüber den anderen Verfahrensbeteiligten.

Staatsanwalt

Oberstaatsanwalt Tuska:

Anfang 40, ein ruhiger und nüchterner Anklagevertreter.

Nebenklagevertreterin

Rechtsanwältin Melker-Kurth:

Ende 40, von ihrer Aufgabe als „Opferanwältin“ stark überzeugt.

sowie

Protokollführerin Hoffmeier

Hausmeister Arafkas

Richter Harrach

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